Waffenbesitzer sind auskunftspflichtig

WaffentresorWas viele noch nicht wissen: Im Mittelpunkt des im Jahre 2009 geänderten Waffenrechts steht die vermehrte Kontrolle, wie man Schusswaffen und Munition aufbewahrt.

 

Was besagt das Waffenrecht genau?

Jeder Waffenbesitzer ist verpflichtet, von sich aus den Behörde mitzuteilen, wie  seine Waffen , die erlaubnispflichtig sind und die Munition aufbewahrt werden. Das weiß kaum jemand, weshalb nun viele Waffenbesitzer angeschrieben werden, um darüber einen Nachweis zu erbringen. Auch Kontrollen vor Ort sind möglich. Als Nachweis der Sicherheitsklasse eines Tresors kann man die Rechnungen oder auch Lichtbilder vom Typenschild  vorlegen.

 

Gibt es wirklich Waffen im Kleiderschrank?

Oft ist es abenteuerlich , was manche Waffenbesitzer unter einer „sicheren Aufbewahrung“ verstehen. Manche bewahren Waffen wirklich im Kleiderschrank auf. Deswegen erhielten viele Waffenbesitzer eine Aufforderung, sich einen dafür vorgesehenen Tresor anzuschaffen oder ihre Waffen bei Berechtigten unterzubringen. Eine weitere Option war, die Waffen bei der Waffenbehörde zur Vernichtung abzugeben. Waffen, die sichergestellt werden müssen von den Behörde veräußert werden, um wenigstens einen Teil der Kosten wieder zu erwirtschaften. Waffen, die freiwillig abgegeben werden, werden im Hochofen eingeschmolzen.
Waffen und Munition muss man getrennt aufbewahren. Die Munition gehört in ein separates abschließbares Innenfach oder auch in einen Extra-Behälter.

Oft kann man die Sicherheitsklasse eines Tresors nicht feststellen, weil er vor 1995 gekauft wurde. Hier braucht man dann ein Gutachten, was natürlich Geld kostet. Das Innenministerium verlangt von den Aufsichtsbehörden stichprobenartige Kontrollen. Bei einer Kontrolle vor Ort wird dann der Bestand vorhandener Waffen mit den vorliegenden Unterlagen der Behörde verglichen. Wer sich weigert, die Kontrollen durchführen zu lassen, riskiert ein Bußgeld oder den Verlust der Waffenbesitzkarte. Auf Dauer ist eine gemeinsame Aufbewahrung nur zulässig, wenn die berechtigten Personen, die Jäger oder Sportschützen sein können, in einer häuslichen Gemeinschaft zusammen leben. Man darf für „fremde Personen“ Waffen und Munition nur übergangsweise und höchstens einen Monat aufbewahren, ohne dass dies genehmigungspflichtig wäre.  Ein Sonderfall ist auch die Aufbewahrung der Schusswaffen, wenn man zusammen auf die Jagd geht.

 

Aufbewahrung von Waffen und Munition

 Grundsätzlich muss man die Sicherheitsvorkehrungen beachteten. Beim Transport von Waffen und Munition muss man diese getrennt voneinander aufbewahren. Wenn man das Fahrzeug kurzfristig verläßt, muss man die Waffen und Munition in dem Fahrzeug so verwahren, dass man keine Rückschlüsse auf den Inhalts ziehen kann. Wenn man von der Jagd heim kommt, ist es vorgeschrieben, dass man die Waffe gleich in den Tresor stellt. Zum Führen von Waffen braucht man auf jeden Fall einen Waffenschein. Will man damit schießen, benötige man eine Schießerlaubnis. Jäger benötigen dies nicht, wenn das Führen und auch das Schießen mit der Jagdausübung im Zusammenhang steht. Wenn man sich auf dem Weg zum Büchsenmacher oder zum Schießtraining befindet, darf die Waffe nicht schuss- oder zugriffsbereit sein. Wenn man Waffen ins Ausland mitnehmen möchte, muss man sich an die dort geltenden Gesetze halten. Wer nicht mehr als drei Langwaffen mitnimmt und dort auf die Jagd geht, braucht man keine Erlaubnis, aber eine Einladung zur Jagd. Reist man in einen Mitgliedsstaat der EU, benötigt man einen europäischen Feuerpass. Zum Erwerb von Kurzwaffen benötigt man eine Erlaubnis der Waffenbehörde. Nach dem Erwerb ist die Waffe innerhalb von 14 Tagen anzumelden.

 

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