Pistolenmörder vor Gericht

Göttingen

Pistolenmörder vor GerichtVor dem Landgericht Göttingen muss sich seit Freitag ein 49-jähriger Spätaussiedler aus Kasachstan wegen Mord verantworten. Der Mann lebt seit vielen Jahren in Göttingen.

 

Was wird ihm vorgeworfen?

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der Angeklagten im Februar 2011 seiner Ex-Frau abends vor deren Wohnung Stock aufgelauert hat und dort mit einer Pistole auf sie gefeuert hat. Schwer verletzt starb die Frau wenige Stunden später im Krankenhaus.Dem Täter wird nun Mord aus niederen Beweggründen vorgeworfen. Der Mann war eifersüchtig und gönnte seiner früheren Frau, die sich schon vor Jahren von ihm getrennt hatte, keinen anderen Mann. Außerdem wird dem Mann unerlaubter Waffenbesitz vorgeworfen.

 

Die Aussagen

Der Angeklagte machte am anfang keinerlei Angaben. Dessen Verteidiger hat aber angekündigt, dass es beim nächstem Verhandlungstag eine Erklärung geben wird. Nach der Tat befand sich der Angeklagte auf der Flucht, aber bereits 24 Stunden später wurde er von der Polizei gefasst. Der Täter gestand vor dem Haftrichter die Tat. Der Mann war schon wegen Gewaltdelikten gegen seine Ex- Frau polizeibekannt.

Der Tathergang

Der Angeklagte bat einen Freund drei Stunden vor der Tat, seinen Begleiter und ihn zu der Wohnung zu fahren. Der Angeklagte wartete mit seinem Begleiter auf die Ankunft der Frau. Sie trat mit dem neuen Lebensgefährten aus dem Lift und der Angeklagte schoss ihr aus kurzer Distanz mit einer Pistole in den Kopf. Als Beweismittel wurden von der Polizei Haarbüschel und zwei andere Patronen sichergestellt.

 

Ermittlungen

Das Landeskriminalamtes ermittelte, dass weitere Patrone auch abgefeuert worden ist, aber sie zündete nicht. Dies hat vermutlich  dem Begleiter der Ex- Frau Frau das Leben gerettet. In Todesangst ist dieser in ein Nachbarhaus gelaufen und hat die Polizei gerufen. Er erzählte den Beamten, dass beide Männer bewaffnet waren. Nachdem die Frau erschossen worden war, richteten die beiden Männer ihre Waffen auf ihn und schossen. Er hat Funken gesehen und es knallte und dann gingen die Männer auf ihn los. Er wehrte sich heftig und konnte fliehen. Auch der Begleiter, gegen den ebenfalls ermittelt wird, muss vor Gericht aussagen. Trotz verschärfter Kontrollen werden wohl wieder immer ilegale Waffen nach Deutschland gebracht.

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