Deutsches Waffengesetz: Rund um den Abwehrstock

Der Abwehrstock, auch Schlagstock genannt, zählt zu den Schlag- und Wuchtwaffen, da er bei Benutzung nicht in den Körper eindringt. In der Regel sind Abwehrstöcke 40cm und länger und besitzen ein zusätzliches Griffstück, welches entweder aus Metall, Gummi oder Kunststoff ist. Im negativen Zusammenhang wird der Abwehrstock auch als Stahlrute oder Totschläger bezeichnet.

Der Abwehr- beziehungsweise Schlagstock gilt als eine der ältesten Waffen für den Nahkampf und ist generell als langes, konisches oder zylindrisches Instrument zu betrachten, das mit nur einer Hand geführt wird, um somit auf Menschen oder Dinge einzuschlagen. Hierbei spricht man auch von einer sogenannten Blankwaffe, da sie ihre Antriebskraft aus dem direkten Einsatz von Muskelkraft zieht. In früheren Zeiten bestand der Abwehrstock oftmals aus Holz, heutzutage trifft man allerdings auch auf zahlreiche Varianten aus Kunststoffen, Gummi oder Aluminium. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Schlagstock-Arten, einige der bekanntesten sind beispielsweise der Tonfa, der Teleskopschlagstock oder auch die Keule, wenn von weniger ausgereiften Modellen die Rede ist.

Wer benutzt Abwehrstöcke?

Verwendung finden Schlag- und Abwehrstock hauptsächlich beim Militär und der Polizei. Gerade die Polizei hat sich in diesem Zusammenhang auf den Gummiknüppel spezialisiert, der überwiegend aus Hartgummi besteht. Insbesondere wird dieser bei Großeinsätzen eingesetzt, beispielsweise bei Demonstrationen zur Verteidigung eines Geländes oder zur eventuellen Verteidigung bei der Festnahme eines Verdächtigen. Auch Zivilisten kaufen sich nicht selten einen Abwehrstock, um sich in Gefahrensituationen verteidigen zu können. Allerdings gilt es hierbei, das deutsche Waffengesetz entsprechend zu beachten, welches besagt, dass neben Messern und anderen Waffen auch Hieb- und Stoßwaffen nicht in der Öffentlichkeit mit sich geführt werden dürfen, wobei es allerdings spezielle gesetzliche Ausnahmen gibt. Der Kauf dieser Waffen ist dagegen völlig legal.

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