Trockentraining: Zu einem besseren Schützen werden

Wenn man Trockenübungen auch nur wagt, als Muss für das defensive Schusswaffentraining zu erwähnen, kann man oftmals schon sehen, wie der Hörer seine Augen verdreht und sein Gehirn ausschaltet. Diesen Mangel an Begeisterung kann man ganz einfach erklären: Es ist langweilig. Zudem hält sich hartnäckig das Gerücht, dass es die Waffe beschädigen kann. Auch wenn das auf den ersten Blick wahr ist, spricht dennoch einiges dafür, trocken schießen zu üben.Trockentraining

Trockentraining: Langweilig ist keine Ausrede

Ok, zugegeben, es ist wirklich nicht aufregend eine leere Waffe auf eine Wand oder ein improvisiertes Ziel zu richten und es fehlt an allem, was am Schießen Spaß macht. Die Geräusche, die Ergebnisse, die Kritik oder auch die perfekten Treffer, mit denen man sich mit anderen vergleichen kann. Nichts!

Die bekanntesten Gründe gegen die Trockentraining sind aber, dass sie die Waffe beschädigen können und dass man ohne den tatsächlichen Schuss auch nicht lernt, mit dem Rückstoß der Waffe umzugehen. Zwar ist eine Beschädigung bei neueren Waffen möglich, aber eher unwahrscheinlich.

Die meisten modernen Waffen überleben mehr Schüsse in Trockentraining, als man mit der Waffe in seinem Leben abfeuern wird. Wer sich dennoch Sorgen macht, kann Soft Caps zum Schutz kaufen. Dabei handelt es sich um Dummy Patronen, die den Bolzen schützen.

Zudem hilft es auch nichts, wenn man den Rückstoß kontrolliert, aber dennoch nicht trifft, weil man den Abzug nicht beherrscht.

Den Abzug kontrollieren lernen, ohne abgelenkt zu werden

Diesen zu beherrschen ist wichtig, wenn nicht sogar das Wichtigste. Und Trockenübungen sind die günstigste und effektivste Möglichkeit, dies zu üben. Neben Munition spart man auch an den Fahrten zum Übungsgelände, etc.

Hinzu kommt, dass Trockentraining die Möglichkeit bieten, sich auf eine Sache voll zu konzentrieren, ohne sich vom Schuss (Explosion) ablenken zu lassen.

Sicherheit geht vor

Bevor Sie mit Trockentraining anfangen, stellen Sie sicher, dass die Waffe tatsächlich entladen ist, und wählen Sie einen Ort, an dem Sie ungestört sind und nicht versehentlich jemanden treffen können. Die gewählte Wand sollte möglichst hell sein.

Es gibt kein Ziel. Dieses Training dient nur dazu die Waffe aufzurichten, auszurichten und weiter zu beobachten, während man den Abzug auslöst. Auf diese Weise lernt man die Zugkontrolle, was 90 % des Könnens eines guten Schützen ausmacht. Sie können beobachten, wie sehr das Auslösen die Ausrichtung der Waffe beeinflusst und üben, wie Sie dies korrigieren, bzw. kontrollieren. Langweilig?

Ja vielleicht, aber in Zukunft haben Sie keine Ausrede mehr, wie ein schwergängiger Abzug.

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