Schlagstock – Teleskopschlagstock

Ein Schlagstock ist eine Hieb- und Stoßwaff aus Holz, Metall oder Gummi. Ihrem Wesen nach ist eine solche Waffe dazu bestimmt, Verletzungen durch Hiebe, Stiche, Schläge oder Würfe zuzufügen. Blankwaffen (wie Messer und Schwerter) dringen in den Körper ein, Schlagstöcke nicht. Trotzdem gehören sie zu den verbotene Waffen. Wer solcheWaffen kaufen und einsetzen will, macht sich grundlegend strafbar.

Es wird zwischen verschiedenen Modelle unterschieden. Ein Teleskop Schlagstock besteht aus Aluminium oder Stahl. Mit einer Länge von bis zu einem Meter, ist er deutlich länger als die Tonfa, die etwa 50 Zentimeter aufzuweisen hat.

Besitz und Führung von Schagstöcken

Wer Waffen kaufen will, sollte sich über die rechtliche Lage informieren. Ansonsten könnte ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegen, der eine hohe Geldstrafe nach sich zieht. Es kann zu einer leichten Körperverletzung kommen. Das Gesetz sieht in solchen Fällen ein höheres Strafmaß vor. Ungeübte Laien können leicht entwaffnet und mit ihrem eigenen Schlagstock verletzt werden. Das Gleiche gilt für verbotene Messer.

Seit 2008 hat sich das Waffenrecht für Schlagstöcke verändert. In diesem Fall kommt §42a des WaffG zum Einsatz. Prinzipiell ist es verboten, Hieb- und Stoßwaffen zu führen. Der Besitz ist allerdings erlaubt! Ein Schlagstock ist eindeutig eine Hiebwaffe und zählt somit zu den verbotene Waffen.

Aber wieso lassen sich solche Waffen erwerben, wenn sie rein rechtlich betrachtet verboten sind?  Hier muss Absatz 2 des §42a WaffG beachtet werden. Dieser besagt bestimmte Ausnahme, die das Führen erlauben. Generell ist ein Schlagstock bei Film, Fernsehen oder Theater erlaubt. Zu künstlerischen Zwecken ist er gestattet. Wenn Waffen wie z.B. ein Teleskop Schlagstock fest verschlossen ist, darf er auch geführt werden.

Bei einem berechtigten Interesse, wird eine Ausnahme gemacht. Wer Waffen kaufen will, sollte dies im Hinterkopf behalten. Denn dieser Satz ermöglicht es, eine Kampfsportart problemlos auszuüben. Der Schlagstock muss allerdings beim Transport vom Zuhause zur Halle sicher verpackt sein (ähnliche wie bei dem Transport von Paintball Waffen).

Achtung: Selbstverteidigung wird durch das Gesetz nicht legitimiert. Zu diesem Zweck ist ein Schlagstock verboten!

Natürlich ist es auch Polizisten oder ähnlichen Berufsgruppen gestattet solche Gegenstände bei sich zu tragen. Der Schlagstock muss direkt mit der Berufsausübung verbunden sein.

Rechtliche Gesamtlage

Jeder Fall muss einzeln überprüft werden. Der Besitz ist prinzipiell erlaubt, das Führen nicht. Wer solche Waffen besitzen möchte, muss eine Ausnahmeregelung des Gesetzes erfüllen, damit er sie führen darf. Ansonsten droht bei einer leichten Körperverletzung ein Strafmaß von 3 Monaten bis hin zu 5 Jahren. Alleine das Führen kann mit mehreren tausend Euro bestraft werden.

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