Paintball Waffen: Transport und Versand im Waffenrecht

Waffenversand und Transport

Fotoquelle: © Thorben Wengert / pixelio.de

Kniffe vom Waffenrecht

Paintball Waffen und das Gesetz – keine glückliche Beziehung! Wer seine Waffe zum Spielfeld transportieren will, kann mächtigen Ärger kriegen. Eine einfache Verkehrskontrolle, das Auto ist in bester Ordnung. Doch plötzlich sehen die Polizisten einen Markierer auf der Rückbank liegen. Auch wenn der Betroffene versichert, die Waffe für ein anstehendes Spiel zu benötigen, hat er gegen die Beamten keine Chance. Ein illegaler Transport. Im Auto befanden sich zwei Personen mit zwei Waffen. Der Betroffene wollte seinem minderjährigen Bruder die Sportart näherbringen und Paintball kaufen gehen – ein Gesetzesverstoß! Sogar mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen gilt es rechtliche Kniffe zu beachten, um unnötigen Ärger zu vermeiden.

Waffenversand leicht erklärtRegelungen zum Versand von Paintballwaffen

Wer Paintball spielt, sollte sich eins klar machen: Markierer zählen laut Waffenrecht als Waffe und sind dem Gesetz unterworfen. Sie sind kein Spielzeug, das von jedem frei erworben werden kann. Wenn jemand jünger als 18 ist, darf er prinzipiell keine Markierer erwerben oder führen. Beim Erwerb der Waffe muss das Alter mit einem Ausweis nachgewiesen werden. Paintball Waffen gehören zu den Druckluft-, Federdruckwaffen und CO2-Waffen unter 7,5 Joule der Klasse “F” und können ab 18 Jahren erlaubnisfrei erworben werden. Doch das ist nur der Anfang vom Waffenrecht. Alleine der Transport gestaltet sich äußerst schwierig. Laut Gesetz ist es nicht erlaubt, einen Markierer in aller Öffentlichkeit frei am Körper zu tragen und somit zu führen. Nur am Spielfeld darf man ihn nutzen. Es ist darauf zu achten, die Waffe nicht schussbereit und nicht zugriffsbereit zu transportieren. Nur dann ist es erlaubt, sie außerhalb vom Spielfeld zu führen.

Im Klartext

Einfach gesagt:

  • Munition oder Geschosse dürfen sich nicht in der Waffe befinden
  • Man darf sie nicht auf die Rückbank oder unter den Fahrersitz legen
  • Sie muss im Kofferraum in einem verschlossenen Behälter transportiert werden
  • Das Gleiche lässt sich auf den Waffenversand übertragen. Ein Markierer muss frei von jeglichen Paintballs sicher und fest verpackt sein. Wenn diese gesetzliche Vorgaben erfüllt sind, haftet der Empfänger im Schadensfall.

Fazit

Beim Waffenversand sollte vor allem § 12 Abs. 3 Nr. 2 WaffG beachtet werden. Dieser ermöglicht den Transport einer Waffe ohne besondere Erlaubnis. Paintball kaufen ist in der Praxis leichter als in der Theorie. Im Endeffekt kommt es nur auf eine sichere Verpackung und leere Waffe an. Beim Transport zum Spielfeld gelten die gleichen rechtlichen Bestimmungen.

 

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