Waffenvernichtung nach Winnenden

KleinkaliberWas ist los im Regierungspräsidium Stuttgart?

Seit dem Amoklauf von Winnenden sind 120 000 Waffen vernichtet worden. Das sind größtenteils Waffen, die freiwillig abgegeben wurden. Der Aufruf an die Bevölkerung, Waffen freiwillig abzugeben hat scheinbar Früchte getragen. Stuttgarts Regierungspräsident Johannes Schmalzl sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Die Zahl entspricht mehr als 10 Prozent der 2009 im Land noch rund 900 000 registrierten Waffen“. Der Aufruf, Waffen freiwillig abzugeben ist immer noch akut, zumal nach Verschärfung des Waffengesetzes die Verstöße gegen das Waffengesetz verstärkt zunehmen. Johannes Schmalzl sagte weiter: „Auch nach über zwei Jahren bleibt der Amoklauf eine Verpflichtung, der wir uns zu stellen haben, nicht nur wegen der jüngsten Ereignisse von Oslo“.

 

Von welchen Zahlen spricht man?

Im Bereich des Regierungspräsidiums Stuttgart wurden im Jahr 2009  92 Tonnen landesweit zurückgegebener Waffen durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst von Baden-Württemberg vernichtet. Vor dem Amoklauf wurden in mehr als zwei Monaten lediglich etwa 2 Tonnen Waffen abgeliefert, verglichen mit dem Rekordmonat Oktober 2009 mit rund 19 Tonnen eine sehr geringe Summe. Der Apell zeigte also Wirkung, wenn man bedenkt dass eine Tonne etwa 600 Waffen entspricht. Insgesamt sind 2009 ca. 55 000 Waffen und dazugehörige Munition entsorgt worden.

Das Verfahren zur Vernichtung

Die Waffen werden beim KMBD ausgeglüht und sind dann unbrauchbar. Aber auch  die Reste werden genutzt und im Hochofen eingeschmolzen und zu Baustahl verarbeitet. Aus Waffen wird Baustoff.

Prognose

Im Jahr 2010 sind ca. 90 Tonnen, das heisßt 54 000 Waffen vernichtet worden. Heuer sind im ersten Halbjahr nur noch 21 Tonnen zurückgegeben worden, was 13 000 Waffen entspricht. Es ist also ein deutlicher Rückgang der Waffenbesitzer zu verzeichnen. Aber natürlich gibt es auch immer wieder neue Waffenbesitzer und es ist auch das Recht eines jeden unbescholtenen Bürgers, seinen Hobbies nachzugehen und sich zu verteidigen.

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