Aikido-Der Weg zur Harmonisierung der Energien

Aikido ist eine relativ junge Kampfkunst, die als ein Zusammenschluss vieler verschiedener japanischer Kampfsportarten Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist. Morihei Ueshiba, ein japanischer Budo-Meister und der Urvater des Aikido entwickelte effektive Selbstverteidigungstechniken auf der Basis traditioneller Kampfkünste der Samurai. Von der Vernichtung des Gegners wird jedoch abstand genommen. Stattdessen stehen Harmonie und das Bewahren von Leben beim Kampfsport Aikido im Vordergrund. Die drei Silben Ai, Ki und Do bedeuten Harmonie, Lebensenergie oder Lebenskraft und Weg. Der Begriff Aikido lässt sich folglich mit ”Weg zur Harmonisierung der Energien/Kräfte” übersetzen. Im Laufe der Jahre entwickelten sich durch die zahlreichen Schüler des Morihei Ueshiba, verschiedene Stilrichtungen im Aikido, doch die wesentlichen Grundlagen blieben gleich.

Aikido lernen

Fotoquelle: © fit1 / pixelio.de

Harmonie als Abwehr

Die Namensbedeutung von Aikido ist gleichzeitig Programm, denn Ziel ist es die durch einen Angreifer gestörte Harmonie wiederherzustellen. Die Kraft eines abgeleiteten Angriffes wird intelligent genutzt und gegen den Gegner gerichtet, um ihn handlungsunfähig zu machen ohne ihn ernsthaft zu verletzen. Als friedfertige Kampfkunst, wird der Angreifer in eine Situation geführt, die ihn beruhigen soll. Auf diese Weise wird dem Angreifer eine Chance gegeben Einsicht zu erlangen und einen weiteren Angriff zu unterlassen. Im Kampfsport Aikido gibt es keine Angriffstechniken, es werden Abwehr- und Sicherungstechniken erlernt, die eine Verantwortungsbewusste Haltungen und den Geist schulen.

Förderliches Training

Zwei wesentliche Prinzipien ”irimi” und ”tenkan” definieren die Aikido-Techniken. Mit dem irimi-Prinzip tritt man in den Angriff ein und harmonisiert mit ihm, während man bei tenkan den Angriff mit einer Drehbewegung vorbeilässt. Die Techniken machen sich physikalische Kräfte wie Achsen, Hebel und die Kinetik zu Nutze, wobei die reine Körperkraft in den Hintergrund tritt. Genauigkeit, Beweglichkeit und Konzentration werden mit Atem-, Entspannungs-, und Aufmerksamkeitsübungen trainiert. Während des Trainings sind die Rollen von Angreifer und Verteidiger genau festgelegt, um ein harmonisches und sicheres Üben zu gewährleisten. Ziel ist es die Bewegungsabläufe zu verinnerlichen und nicht mehr über jeden Schritt nachzudenken, um sich frei ausdrücken zu können. Wer den Kampfsport Aikido erlernen will, braucht viel Geduld, denn nur langsam löst sich ein Schüler von den Beschränkungen seines Körpers und Geistes. Die Kampfkunst schafft nicht nur einen beweglichen und geschmeidigen Körper, sie erweitert den Horizont und bildet den Geist.

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